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Salzgehaltsmessungen mit Thermosalinographen von fahrenden Schiffen

Salzgehalt in etwa 4 m Tiefe entlang der Route des deutschen Forschungsschiff Poseidon im August 2012 und Salzgehalte vom ESA SMOS Satelliten hinterlegt aus demselben Monat (Datenverarbeitung und Abbildung von Julia Koehler, ZMAW, Uni Hamburg).

Thermosalinographen (TSG) sind Instrumente, die im Schiff installiert und mit einem eigenen Seewasserzugang versehen sind. Sie messen kontinuierlich Temperatur und Leitfähigkeit, aus denen der Salzgehalt abgeleitet werden kann.  Wird der Salzgehalt gegen Drift und Verschmutzungen kalibriert, liefern TSG brauchbare Daten entlang von Schiffsrouten. Die Messungen stammen aus einer Tiefe von 3 bis 15 m, was  von dem jeweiligen Schiff abhängt. Im Rahmen des Gosud Projekts werden global Daten von Handelsschiffen (VOS: voluntary operating ships) zusammengetragen.

Die TSG Daten werden u.a. auch dazu benutzt, die SMOS Daten zu valdieren.

Eine aktuelle Karte mit Daten der TSG entlang der Route des deutschen Forschungsschiffes Poseidon, das im August diesen Jahres (2012) im Nordatlantik unterwegs war, wird hier mit den Daten des ESA SMOS Satelliten desselben Monats verglichen. Die SMOS Salzgehalte sind im Nordatlantik erst ab 2012 glaubwürdig, da bis zu diesem Jahr die Radio Frequency Interference (RFI) die Daten zu sehr beeinflusste. Die SMOS Daten sind noch vorläufig, da die Biaskorrektur noch nicht abgeschlossen ist. Auch die TSG Daten sind noch nicht kalibriert.

Obwohl die Daten aus unterschiedlichen Tiefen stammen, von SMOS direkt an der Oberfläche und von dem TSG aus etwa 4 m Tiefe, und auch die absoluten Salzgehalte differieren, stimmen die Strukturen der Salzgehaltsverteilung sehr gut überein: Die geringen Salzgehalte entlang Grönlands Küste spiegeln die Ausbreitung des sommerlichen Schmelzwassers mit dem Ostgrönlandstrom wieder.